Work hard, play hard!

Der Tag fängt gut an mit Kaffee und Nutellabrot beim Sonnenaufgang auf dem Peildeck. Photo: G. Ramm

Ganz nach dem Motto “work hard play hard” genießen wir auch unsere Freizeit an Bord und gestalten diese kunterbunt. Angefangen mit Fischtennis, über Filmabende mit trashigen Ninja Filmen, bis zum Kuscheln auf dem Peildeck mit Vorlesestunde op Plattdütsch.

Das Leben auf See ist sehr wetterabhängig und die Nähe zum Meer lässt uns oftmals Augenblicke intensiver erleben.

Jeder Sonnenstrahl wird genossen. Manche Tage fangen ruhig an mit klarem Blick in die Ferne und Sonnenaufgang ganz oben auf dem Peildeck.
Zwischen den einzelnen Stationen haben wir oft Zeit vor dem Hangar die Sonne zu genießen und die Wellen zu beobachten oder bei schlechtem Wetter ein paar kleine Runden Fischtennis zu spielen. Dies wird vor allem bei starkem Seegang und mit mehreren Leuten interessant. Der Rundlauf gleicht dann mit dem Heben und Senken der Wellen den Straßen San Franciscos, und oft ist es so gut wie unmöglich den Tischtennisball noch in der Luft zu erreichen.

Die Crew übt ihren Auftritt für den Landgang. Photo: Miss Electric M. Heckvolt und der Priester Robert

In den ersten Tagen waren wir sehr musisch kreativ und wurden durch die veschiedenen Arbeitsschritte dazu inspiriert uns allerlei Fischlieder und Bandnamen auszudenken. So gibt es hier an Bord nun die Gangster Rapper „A to the L 491“, die norddeutsche Folkrock Gruppe „Feiste Flundern“, die Classic Rock Band „Stabile Isotopes“ und außerdem noch die Death Metal Band „Gadus morhua“. Mittags, wenn das Deck schön warm ist und wir uns eine Pause erlauben, liegen wir mit Decken draußen und sammeln fleißig Sommersprossen.

Tanzbeine werden geschwungen beim privaten Lindyhop Unterricht mit der talentierten G-RAM. Photo: J. Gismann

Gemeinsein wird die Pause im Labor genossen. Photo: S. Mees

Wenn die Fischereiarbeit abends erfolgreich verrichtet ist und sich alle Leute zum Feierabendbier im Gemeinschafsraum versammeln, wird Musik gemacht und getanzt. Dieses Jahr haben wir zwar leider keine Gitarre an Bord, aber dieses Defizit wird erfolgreich durch den kreativen Gebrauch von unterschiedlich gefüllten Bierflaschen und zu Perkussionsinstrumenten umfunktionierten Kronkorken kompensiert. Etwas Übung und die richtige Befüllung der Bierflaschen ergab eine rockige Billy Jean Version und so dauerte es nicht lange, bis das erste Tanzbein dem Rhythmus nachgab. Von Charleston Solo Auftritten über Breakdance Käfer bis Lindy-Hop Kursen war an Musik und Tanz alles dabei. Trotz Außentemperaturen knapp über Null waren selbst die verfrorensten Füße schnell wieder aufgetaut und die ganze Mannschaft versammelt sich nochmal ein letztes Mal um der Sonne auf wiedersehn zu sagen bevor die Nachtschichten beginnen

Alles in Allem ist das Leben hier sehr schön und wer könnte sich nach getaner Arbeit bei einem Sonnenuntergang so rot wie der Wein im Glas bei guter Gesellschaft schon ernsthaft beschweren?

Gesine und Robert

Burgunderrot beleuchten die letzten Sonnenstrahlen unsere zufriedenen Gesichter an Deck. Photo: S. Mees

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